SIE HABEN ODER KENNEN JEMANDEN MIT COPD?
Wir fassen auf dieser Seite alle wichtigsten Infos zusammen.
4900 Worte | 20 Minuten Lesezeit
Lieber Kunde, Patient und/oder (Fach)Arzt,
Mit dieser Seite möchten wir ihnen einen Einblick in das Thema COPD gewähren, auf dessen Problematik verweisen, unser entsprechendes Vorgehen schildern und unsere Behandlungsmethode erläutern. Hierfür beziehen wir uns ausschließlich auf wissenschaftliche Studien und unsere jahrelange Erfahrung in der Praxis. Wir möchten Ihnen die Möglichkeit geben, sich bereits im Vorhinein besser über die Thematik informieren und offene Fragen oder mögliche Unsicherheiten klären zu können, um so zu verstehen, was eigentlich hinter dieser Diagnose steckt.
COPD steht für die englische Benennung „Chronic Obstructive Pulmonary Disease“ und ist eine nicht-heilbare, dauerhafte, atemwegsverengende Lungenerkrankung. Etwa 10% der erwachsenen Bevölkerung ist an COPD erkrankt, Tendenz steigend.1 COPD ist die 3. häufigste Todesursache weltweit.3 Dadurch kann man sagen, dass diese Krankheit ein globales Gesundheitsproblem ist.
ANATOMIE
Die Lunge besteht aus einem rechten und linken Lungenflügel. Der rechte Lungenflügel wird als drei Lungenlappen gebildet und der linke Lungenflügel aus zwei Lungenlappen, damit das Herz noch genug Platz hat.
Wenn man das Bild hier unten über Kopf betrachtet, ist die Lunge aufgebaut wie ein umgedrehter Baum. Die Luftröhre (auch Trachea genannt) bildet den Stamm und von ihr gehen zwei Hauptäste ab, die Bronchien. Diese sind noch in kleinere Äste und Zweige unterteilt und enden mit Alveolen (die Lungenbläschen) die wie Trauben an einer Rebe angeordnet sind. Die 200 – 300 Millionen Lungenbläschen pro Lunge sind mit kleinen Wegen miteinander verbunden und mit einem Netz als Haargefäße überzogen.
Die Hauptfunktion der Lunge besteht darin, dass es das Zielorgan der Atmung ist. Hier findet der Gasaustausch statt. Die Atmung wird jedoch nicht allein von der Lunge durchgeführt, sondern hauptsächlich von anderen Strukturen:
- Der Brustkorb dient als Schutz der Lunge. Er ist sein bewegliches Gerüst. Ebenfalls wichtig ist die Kraftübertragung während der Atmung. Die Rippen und das Brustbein heben und senken sich bei der Atmung.
- Die Atemmuskeln bewegen den Brustkorb bei der Atmung. Bei verminderter Kraft und Ausdauer der Atemmuskeln, verringert sich das Atemzugvolumen und Atemminutenvolumen.
- Der wichtigste Atemmuskel, das Zwerchfell (oder auch Diaphragma genannt), bewegt sich bei jedem Atemzug in Optimalfall 10 – 12 cm.
- Andere Atemhilfsmuskeln sind verschiedene Inspirationsmsukeln (Inspiration = Einatmung), die bei der Einatmung helfen, indem sie den Brustkorb anheben. Diese befinden sich and er Rückseite des Brustkorbes. Zudem helfen die Expirationsmuskeln (Expiration = Ausatmung) dabei, den Brustkorb wieder zusammenzuziehen und befinden sich an der Vorderseite des Brustokorbes.
GASAUSTAUSCH
In den Haargefäßen findet der Austausch von Sauerstoff aus den Lungenbläschen und CO2 aus den Blutgefäßen statt. Der Sauerstoff aus der eingeatmeten Luft strömt durch die Lungenbläschen und Kapillaren ins Blut ein und bildet sich dort an den Sauerstoff in den roten Blutkörperchen. Von da aus wird der Sauerstoff weitergeleitet, zu den Stellen im Körper, die Konstant mit Sauerstoff versorgt werden (Muskeln, Gehirn, etc.). Im Austausch nimmt es Abfallstoffe auf, am wichtigsten CO2, welche wieder an die roten Blutkörperchen gebunden, zurück zur Lunge gepumpt werden und von dort aus dann abgeatmet werden können.
Durch die Atmung werden essentielle Stoffwechselprogramme durchgeführt, die für unsere Körperfunktionen überlebenswichtig sind. Der Gasaustausch ist ein wichtiger Bestandteil für die Energiegewinnung im Körper sowie für die Zellatmung.
WIE ENTSTEHT DIE PROBLEMATIK?
Auf der Abbildung hier unten sind eine gesunde Lunge und eine an COPD erkrankte Lunge im Vergleich dargestellt. Die Erkrankung umfasst in der Lunge hauptsächlich die kleinen Atemwege und die Lungenbläschen. Hier ist eine durchgehende Entzündung zu beobachten und ein Ungleichgewicht zwischen Ein- und Ausatmung, welches zu oxidativem Stress führt. Oxidativer Stress ist eine Stoffwechsellage, bei der es zu Schäden von Zellen oder deren Funktionen kommt
Die Schleimhäute und Schleimdrüsen sind chronisch entzündet, nehmen an Größe zu und starten eine Überproduktion von Schleim. Des weiteren wird die oberste Schicht der Lungenbläschen verletzt. Im Laufe der Erkrankung nimmt die Elastizität des Lungengewebes ab und die Flimmerhärchen verlieren ihre Beweglichkeit. Hierdurch wird der elastische Rückstoß-Druck in der Lunge reduziert, der dafür wichtig ist, dass die Lunge beim Ausatmen nicht kollabiert. Die Atemwege verengen sich, die Atmung verringert sich und die Luft bleibt in den Lungen eingeschlossen. Dies wird auch „Trapped Air“ genannt.
Diese Veränderungen der Lunge und Atemwege setzt sich weiter fort. Man spricht von einer Lungenfibrose: Das funktionierende Lungengewebe wird schrittweise ersetzt durch funktionsloses Bindegewebe, welches man mit Narbengewebe vergleichen kann. Dadurch sind die Veränderung in den Atemwegen dauerhaft und unumkehrbar.
Trotz Medikamente die die Bronchien erweitern herrscht ein vergrößerter Atemwiderstand und wir die Atmung zunehmend erschwert. Fortschreitend reduziert sich die Oberfläche der Lungenbläschen. Diese werden zwar größer, verschmelzen jedoch miteinander. Nun ist zu sprechen von einem Lungenemphysem. Der Gasaustausch kann nicht mehr uneingeschränkt stattfinden und die Atmung gerät zunehmend in ein Ungleichgewicht. Dies äußert sich dadurch, dass der Druck der Ausatemluft weniger wird als Atemwiderstand der verengten Gefäße und die Ausatmung erschwert wird. Hierdurch wird nicht die ganze Luft ausgeatmet und es kommt zu einer Hyperinflation (Lungenüberblähung). Dies ist der Hauptgrund für die Kurzatmigkeit und die somit niedrige Lebensqualität.
Der Verlauf der Erkrankung ist zunehmend schlechter und geht einher mit verschiedenen Folgekrankheiten. Zudem können Exazerbationen auftreten. Exazerbationen sind akute Verschlechterungen des Gesundheitszustandes und des Krankheitsverlaufes. Diese werden meist ausgelöst durch virale oder bakterielle Infektionen oder andere Umwelteinflüsse. Exazerbationen sind zu erkennen an starker Symptomverschlechterung, die meist 7 – 10 Tage anhalten. Ab einer Dauer von 8 Wochen rehabilitieren 20% der Patienten nicht mehr zu ihrem vorherigen Status. 13 Die Symptome können sich äußern in einer erhöhten Atemwegsentzündung, erhöhten Schleimproduktion, Air Trapping (Luft bleibt in den Lungen eingeschlossen und kann nicht ausgeatmet werden) und erhöhter Atemnot. 4 Exazerbationen lassen sich einteilen in mild, moderat (Behandlung durch Medikamente) und schwer (Behandlung stationär). Ist eine stationäre Behandlung notwendig oder die Häufigkeit von Exazerbationen bei 2 oder mehr pro Jahr, dann haben diese Patienten eine schlechtere Lebenserwartung. 14
COPD ist eine systemische Krankheit. Das heißt dass nicht nur lokal in der Lunge Probleme entstehen, sondern dies Auswirkungen hat auf den kompletten Körper. Daher steigt wie Wahrscheinlichkeit immens, verschiedenen Nebenerkrankungen zu entwickeln. Die häufigsten werden hier aufgelistet, da es wichtig ist, dass diese erkannt und behandelt werden und auch für unsere Therapie eine große Rolle spielen.
Durch ein Ungleichgewicht zwischen Energieaufnahme und -verbrauch geht COPD mit starkem Gewichtsverlust und Abbau von Muskelmasse einher. Durch ständig anhaltende Entzündungsprozesse wird der Appetit gedrosselt und der Ruheenergieumsatz erhöht. Des weiteren wird der Muskelstoffwechsel negativ beeinflusst, wodurch das Gleichgewicht zwischen Regeneration und Zelltod gestört ist und es zu Veränderungen der Muskelfasern kommt. Die Muskulatur verliert an Ausdauer und des Zwerchfell an Kraft. Für dasselbe Ausmaß an körperlicher Belastung, brauchen COPD Erkrankte mehr Energie als gesunde Menschen und ist der Aufbau von Muskelmasse und Kraft schwieriger. 30
Das Air Trapping (Restluft in der Lunge) und dadurch ständige Druckschwankungen, können Auswirkungen auf das Herz- Kreislaufsystem haben. Der diastolische Druck (Druck auf die Gefäße, wenn der Herzmuskel erschlafft) wird beeinflusst und dadurch die Anspannung der Herzkammern, was Herzinfarkte stimulieren kann.
Durch die Lungenüberblähung wird das Zwerchfell nach unten gedrückt und es kommt zu einem Zwerchfelltiefstand. Der wichtigste Atemmuskel kann sich nicht mehr so gut bewegen und vor allem nicht mehr gut Luft ziehen. Die restlichen Atemhilfsmuskeln müssen mehr Arbeit leisten und werden überlastet. Dies kann zu verschiedenen Beschwerden im Oberkörper führen.
Bei COPD entstehen oft muskuläre Dysfunktionen. Vor allem im Hüft-, Oberschenkel- und Armmuskulatur ist hiervor betroffen. Es kommt zu schneller muskulärer Ermüdung, wodurch die Kurzatmigkeit verstärkt werden kann. Es entsteht eine Änderung der Muskelfaserverteilung, was zu mehr oxidativer Stress und entzündlichen Veränderungen der Muskulatur führt. 27 Hierdurch kann sich eine Insulinresistenz entwickeln, und somit eine vergrößerte Wahrscheinlichkeit auf Diabetes. Darüber hinaus ist bekannt dass fast 70% aller COPD Patienten Osteoporose bekommen und auch Depressionen gehören zu den weit verbreitete Folgen einer COPD Diagnose.
RISIKOFAKTOREN
Die Risikofaktoren für die Entstehung von COPD nehmen in den letzten Jahren zu. Dies hat damit zu tun, dass die Bevölkerung immer älter wird, die Zahl an Infektionen und kardiologischen Erkrankungen (eine Gruppe verschiedener Erkrankungen, die meist chronisch verlaufen und das Herz und die Blutgefäße betreffen), Bewegungsarmut und auch der Konsum von Tabak steigen. Es gibt sowohl Risikofaktoren, die man selbst beeinflussen kann, als auch Risikofaktoren, die weniger gut beeinflussbar sind.
Rauchen ist der größte Risikofaktor für die Entwicklung von COPD, darunter gehört nicht nur das Rauchen von Zigaretten, sondern auch Zigarren und Wasserpfeife oder auch passive rauchen.3
Hierneben spielt die Genetik eine weitere wichtige Rolle. Eine schlechte Lungenentwicklung (tritt auf bei 4 – 12 % der Menschen) und niedrige Lungenfunktion in jungem Erwachsenalter bilden einen weiteren Risikofaktor. Es wurde herausgefunden, dass bei 50% der Patienten mit COPD, sich die Krankheit aufgrund von abnormalem Lungenwachstum entwickelt. 3
Normal entwickelt sich die Lunge und hat ihren Höchststand der Entwicklung und Funktion im Alter von 25 Jahren. Dann erreicht die Lungenfunktion ein Plateau und wird mit zunehmendem Alter langsam schlechter. Umwelteinflüsse in jeder dieser Phasen haben positive oder negative Auswirkungen auf diese Kurve. 1, 4 So sind zum Beispiel der Alkoholkonsum unter 15 Jahren und Rauchen in der Schwangerschaft bekannt dafür, das Immunsystem, Lungenwachstum und -entwicklung negativ zu beeinflussen. 4
Ein weiteres Risiko besteht im Einatmen von chemischen Partikeln, wie Substanzen die frei werden während Holzverbrennung, Düngerverwendung, Arbeiten mit Asbest oder viel Staub. Auch die Luftverschmutzung in Innenräumen durch Öfen, Heizen und Kochen mit Biomasse 4, ist besonders in Entwicklungsländern ein großes Thema. 3
Die gesundheitliche Vorgeschichte eines Menschen spielt zudem eine große Rolle. Die Anwesenheit von von den folgenden Faktoren können das Risiko auf die Entstehung von COPD erhöhen: 1
- Asthma 5
- Allergien
- Tuberkulose
- HIV-Infektion
- häufiges Auftreten von Sinusitus (Nasennebenhöhlenentzündung) oder Lungenentzündungen
- Übergewicht und Obesitas
- Ernährung (zuckerhaltig, wenig Obst und Gemüse)
- Anwesenheit von Depressionen
- Bluthochdruck
- hohe Entzündungswerte
- weniger als 60 Minuten körperliche Aktivität pro Tag im Alter zwischen 60 – 85 Jahren
- Diabetes oder (periphere) Durchblutungsstörungen
Bei mehreren Risikofaktoren hat man einen verhältnismäßig großen Einfluss, diese Risikofaktoren zu minimieren, durch einen gesunden Lebensstil mit gesunder Ernährung, Sport und Bewegung. Hierdurch wird das Risiko an Übergewicht, Infektionen, Depressionen, Bluthochdruck, hohe Entzündungswerten und Diabetes minimiert und somit sinkt auch das Risiko, an COPD zu erkranken.
DAS PROBLEM UNSERER GESELLSCHAFT
Dass unsere Gesellschaft immer ungesünder lebt, muss mittlerweile nicht mehr diskutiert werden. Wo man vor 100 Jahren noch 20 Kilometer am Tag gelaufen ist, läuft der Mensch heutzutage im Durchschnitt nur noch 800 Meter am Tag. Dies hat sich während des Lockdowns noch einmal reduziert auf nur noch 200 Meter täglich. Ernährungstechnisch ist die Lage ähnlich: Dort, wo in Deutschland vor 160 Jahren im Durchschnitt 2120 Kalorien täglich konsumiert wurde, liegen wir heutzutage bei 3.539 Kalorien pro Tag. In Zahlen ausgedrückt bedeutet dies, wir haben die Energiezufuhr um 166% gesteigert obwohl wir uns zu 96% weniger bewegen.
SYMPTOME
Die wichtigsten COPD-Symptome sind: 1, 4
- Kurzatmigkeit. Häufig findet mit der Zeit eine progressive Verschlechterung statt. Die Kurzatmigkeit ist persistent anwesend und wird schlechter bei Anstrengung. Oft ist vor allem das Ausatmen erschwert.
- Chronischer Husten. Das Husten ist oft nicht-effektiv. Es findet ein schlechtes Abhusten statt und es gibt Schwierigkeiten Schleim zu entfernen.
- Brustkort Steifheit. Bei COPD entsteht oft ein Haltungsverfall und entwickelt sich eine sogenannter Fassthorax. Als Fassthorax bezeichnet man einen kurzen und breiten, fassförmigen Brustkorb (Thorax), der in der Inspirationsstellung (Einatmungsstand) fixiert ist.
- Bei Patienten mit COPD entsteht mit der Zeit oft ein Gewichtsverlust, eine allgemeine Müdigkeit und geringe Belastbarkeit.
DIAGNOSE
Um COPD zu diagnostizieren, wird die medizinische Vorgeschichte des Patienten im Hinblick auf Risikofaktoren zusammengetragen. Diese Auflistung enthält Folgendes: 4
- Anwesenheit von Risikofaktoren und schädliche Umwelteinflüssen
- medizinische Vorgeschichte in Bezug auf Asthma, Allergien, Sinusitis, Polypen, Atemwegsinfektionen in der Kindheit und andere chronische Atemwegserkrankungen oder chronische Erkrankungen
- Familiengeschichte COPD oder andere chronische Atemwegserkrankungen
- Entwicklung und Abhängigkeiten der Symptome
- Exazerbationen (Verschlimmerungen, hierzu folgen noch weitere Informationen) oder Krankenhausaufenthalte aufgrund von Atemwegsbeschwerden
- Nebendiagnosen sowie kardiologische Erkrankungen, Osteoporose, muskuloskeletale Probleme
- Impat der Krankheit auf den Alltag, Einschränkungen in Aktivitäten und Partizipationen, Sorgen und Ängste
- Soziales Umfeld, familiäre Unterstützung
- Möglichkeiten und Ressourcen die Risikofaktoren zu minimieren
Die Anwesenheit von den oben aufgelisteten Symptomen und Risikofaktoren ersetzt nicht die weitere Diagnostik, erhöht aber die Wahrscheinlichkeit eine Diagnose von COPD. Der Lungenfacharzt kann einen Lunenfunktionstest, eine sogenannte Spirometrie, durchführen, um zwei bestimmte Werte zu untersuchen. Bei einer Atemwegseinschränkung müssen diese beiden Werte vermindert sein:
- FEV1. Das Lungenvolumen, das man innerhalb von einer Sekunde ausatmen kann.
- FVC. Das totale Lungenvolumen eines gesamten Ausatemzuges nach maximaler Einatmung.
Ziel der Untersuchungen ist, den aktuellen Status der Atemeinschränkung zu messen und den Impakt der Krankheit auf den allgemeinen Gesundheitszustand des Patienten zu erfahren. Hierdurch kann eine Risikoeinschätzung von zukünftigen Events wie Exazerbationen (Verschlimmerungen), Krankenhausaufenthalten und Prognose der Lebenserwartung gemacht werden. Außerdem ist es wichtig, begleitende Erkrankungen zu untersuchen und behandeln. Hierzu erfahren sie später noch genauer, welche Krankheiten oft in Verbindung mit COPD stehen.
Weitere zusätzliche diagnostische Mittel können helfen, andere Krankheiten auszuschließen oder dabei unterstützen, die richtige Therapie bei COPD zu finden:
- Röntgen- oder CT-Untersuchung vom Brustkorb
- Finger Pulsoximeter zur Ermittlung der Sauerstoffsättigung im Blut
- Blutsauerstoff Messung eines Blutgefäßes
- Peak-Flow Messung zu Bewertung von Atemnot
- Belastungstests
- Blutbild
MYTHEN
Nur Raucher bekommen COPD
Epidemiologische Studien zeigen, dass 65% der COPD Patienten auf der Welt keine Raucher sind.2, 3 Rauchen ist zwar der größte und schwerwiegendste Risikofaktor für die Entstehung von COPD, jedoch müssen auch die anderen Faktoren in Betracht gezogen werden.
Im Vergleich zu nicht-Rauchern, die an COPD erkranken, haben Raucher stärkere Symptome und einen schwereren Krankheitsverlauf und ein höheres Risiko auf systemische Entzündungen, Lungenkrebs und Herz- Kreislauferkrankungen, welches bei nicht-Rauchern nicht der Fall ist. 4 COPD Erkrankte, die Raucher sind, haben außerdem eine höhere Sterberate.
Wenn man schon COPD hat, lohnt es sich nicht mehr, mit dem Rauchen aufzuhören.
Langzeit Studien zeigen, dass das Aufhören zu Rauchen auf lange Sicht den Krankheitsverlauf um 25% verbessern kann. 7
COPD Patienten dürfen keinen Sport machen und sollen körperliche Anstrengung vermeiden
Die Schäden an der Lunge können durch Sport nicht behoben oder verbessert werden. Sport ist jedoch wichtig, um den Verlauf der Krankheit zu begünstigen und Verschlechterung zu verlangsamen. Des weiteren können dadurch Symptome gelindert werden und die Lebensqualität gesteigert werden. Wie dies genau abläuft, erläutern wir hier.
Asthma und COPD ist das Gleiche
In manchen Patienten koexistieren Asthma und COPD. Hierfür gibt es Benennungen wie ASthma-COPD Overlap Syndrom (ACOS). 4 Die beiden Krankheiten haben gemeinsam, dass es sich um eine chronische Atemwegserkrankung handelt, jedoch sind es definitiv zwei eigenständige und unterschiedliche Krankheiten.
HÄUFIG GESTELLTE FRAGEN
Kann ich trainieren trotz Sauerstoffgerät?
Eine Sauerstoffsupplementierung mittels eines mobilen Sauerstoffgerätes ist für das Training kein Hindernis. Sie kann sogar die Leistungsfähigkeit steigern und dadurch eine höhere Trainingsintensität ermöglichen.15
Gebrauch eines Pulsoximeters
Ein Pulsoximeter (siehe Bild unten) misst den prozentualen Sauerstoffgehalt im Blut. Dies funktioniert ganz unkompliziert am Zeigefinger. Der Wert ist gut zur Überwachung bei z. B. körperlicher Aktivität und/oder Training geeignet.
Eine optimale Sauerstoffsättigung bei einem gesunden Erwachsenen liegt zwischen 95 und 100 %. Sollte die Sättigung unter 90 % fallen, sollte entweder die Belastung bzw. Trainingsintensität reduziert oder die Pausen verlängert werden. Bei einer Sättigung unter 88 % sollte die Belastung abgebrochen werden.
Vor einer weiteren Belastung sollte der Wert wieder über 90 % bzw. optimal über 95 % liegen. Wenn nach 2–3 Minuten keine Aufsättigung stattgefunden hat, sollte die Belastung bzw. das Training abgebrochen werden. Ist unter Belastung keine Sauerstoffsättigung von über 90 % möglich, sollte das Training unter Sauerstoffgabe erfolgen.
WAS KÖNNEN SIE ALS PATIENT ODER ARZT BEI/VON UNS ERWARTEN?
Physiotherapeutische Maßnahmen tragen sowohl präventiv als auch zur Symptomlinderung, zur Verbesserung der Lebensqualität und der Lebenserwartung einen sehr wichtigen Teil zur Behandlung bei.
Wie bei jedem unserer (neuen) Patienten erwartet Sie zu Beginn der ersten Therapiesitzung ein ausführliches Anamnesegespräch, in dem wir die gesundheitliche Vorgeschichte, die vorhandenen Risikofaktoren und Nebendiagnosen, den Krankheitsverlauf sowie den Einfluss der Erkrankung auf das alltägliche Leben erfahren möchten. Hierfür kann der folgende Fragebogen ausgefüllt werden, der einen guten Eindruck vermittelt:
-
Modified British Medical Research Council Questionnaire (mMRC)
Zudem wird gemeinsam mit dem Patienten ein individuelles Anforderungsprofil erstellt, das speziell auf die alltäglichen Anforderungen im Leben des Patienten abgestimmt ist. Ziel ist es, einen klar objektiv definierten IST-Standpunkt zu erfassen und eine erste Planung für den zu erreichenden Soll-Zustand zu formulieren. Dieser Prozess erfolgt durch die Therapie und wird laufend überwacht und evaluiert, um jederzeit über den aktuellen Leistungszustand des Patienten informiert zu sein.
Um diese Methodik noch effizienter zu gestalten und das volle Potenzial der Behandlung auszuschöpfen, bieten wir Ihnen die Möglichkeit einer erweiterten Therapiezeit an. Ziel dieser Zusatzleistung ist es, unser Behandlungspotenzial vollständig zu nutzen, eine qualitativ hochwertige Therapie zu gewährleisten und somit das Therapieergebnis zu optimieren. Durch dieses erweiterte Konzept können unsere Therapeuten noch effizienter am Therapieprozess arbeiten.
Um den IST-Standpunkt des Patienten zu erfassen und im Verlauf der Behandlung zu evaluieren, werden zu Beginn der Therapie sowie zur späteren Evaluation verschiedene Assessments durchgeführt. Um die Belastungstoleranz zu bestimmen, können der „6-Minuten-Gehtest“ und der „Sit-to-Stand-Test“ angewendet werden.
Beim 6-Minuten-Gehtest wird die maximal zurückgelegte Distanz innerhalb von 6 Minuten gemessen.
Beim Sit-to-Stand-Test werden die korrekt ausgeführten Aufstehwiederholungen von einem Stuhl innerhalb eines definierten Zeitintervalls von 30 oder 60 Sekunden gezählt. Alternativ kann auch die Zeit gemessen werden, die der Patient für die Durchführung einer bestimmten Anzahl von Wiederholungen benötigt.
Zur Prüfung und Evaluation der Muskelfunktion können gesonderte Krafttests für verschiedene Muskelgruppen durchgeführt werden. Dabei wird ermittelt, mit welchem Gewicht der Patient eine Übung maximal 10 Mal ausführen kann.
Auf Basis des Anamnesegesprächs und der Assessments wird anschließend ein individueller Behandlungsplan erstellt. Hierfür werden gemeinsam Ziele formuliert, wobei sowohl langfristige als auch kurzfristige Ziele für die einzelnen Phasen der Behandlung berücksichtigt werden. Für den Behandlungsplan wählen wir aus verschiedenen Behandlungsansätzen, die im Folgenden für Sie vorgestellt werden.
EDUKATION & SELBSTMANAGEMENT
In der Behandlung von COPD bildet ein gutes Selbstmanagement die beste Grundlage für die Therapie. Dem Patienten wird vermittelt, wie er sein Verhalten und seinen Lebensstil optimieren kann, um die Risikofaktoren für eine Verschlechterung des Krankheitsverlaufs zu minimieren und die Lebensqualität zu steigern. Zudem ist es wichtig, dass der Patient lernt, Exazerbationen rechtzeitig zu erkennen, während des Trainings auf seinen Körper zu hören, seine Belastungsgrenzen zu erkennen, Entscheidungen zu treffen, wann Hilfe geholt werden sollte, und persönliche Ziele zu formulieren.
ERNÄHRUNG30
Wie bereits beschrieben, geht eine Erkrankung an COPD häufig mit starkem Gewichtsverlust und Verlust an Muskelmasse einher. Dies geschieht durch einen erhöhten Energiebedarf, der durch die chronisch entzündlichen Prozesse und die überlastete Atemmuskulatur aufgrund der geschädigten Lunge entsteht. Der Körper baut durch den Energiemangel zunehmend Muskeleiweiß ab, um die fehlende Energie auszugleichen, was jedoch zum Abbau von Muskelmasse führt.
Um dem vorzubeugen, ist eine angepasste Ernährung ein wichtiger Bestandteil der Behandlung und kann bei Bedarf von unserer Ernährungsberatung unterstützt werden. Studien zeigen, dass der Ernährungszustand in engem Zusammenhang mit der Sterblichkeit steht: Untergewicht verkürzt die durchschnittliche Überlebenszeit, während ein verbessertes Gewicht das Überleben verlängert. Im Allgemeinen ist es wichtig, auf eine vollwertige und bei Untergewicht hochkalorische Ernährung zu achten sowie eine ausreichende Eiweißzufuhr sicherzustellen, da diese essenziell für Muskelerhalt und -aufbau ist. Gute Ergebnisse wurden bei der zusätzlichen Einnahme von Trinknahrung zwei- bis dreimal täglich zu den Mahlzeiten beobachtet. Ebenso wichtig ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr, um das Abhusten zu erleichtern.
Mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt sind bekömmlicher als wenige große Mahlzeiten. Ebenso sollten ausreichende Mengen an Vitaminen, Omega-3-Fettsäuren (gegebenenfalls als Nahrungsergänzungsmittel) und Kalzium konsumiert werden. Reichlich Obst, Gemüse und Vollkornprodukte sind ebenfalls empfehlenswert. Alkoholische Getränke sollten vermieden werden, da sie die Harnsäurekonzentration im Blut erhöhen. Eine erhöhte Harnsäure kann die Lungenfunktion und körperliche Belastbarkeit reduzieren und somit die COPD verschlechtern, was zu vermehrten Exazerbationen und Begleiterkrankungen führen kann.
ATEMTHERAPIE15
Es gibt verschiedene Atemtechniken, die die Atemnot reduzieren und die Atmung bei Belastung verbessern können. Zudem können Atemtechniken gegen Angst und Panik helfen sowie die Entfernung von Sekret unterstützen.
Die Lippenbremse ist eine Atemtechnik, die während Anstrengung die Atemfrequenz und Atemnot senkt und die Erholung beschleunigt. Ebenso ist es wichtig, die Geschwindigkeit der Atmung zu kontrollieren. Weitere zentrale Aspekte sind das Erlernen einer entspannten, langsamen und tiefen Atemtechnik sowie eine gute Haltung oder Lagerung während der Atmung. Entspannungsstrategien können zusätzlich helfen, Panik und Angst bei Kurzatmigkeit zu reduzieren.
ATEMWEGSREINIGUNGSTECHNIKEN
Es gibt verschiedene Atemwegsreinigungstechniken, die dazu dienen, die Lunge zu belüften, die Durchblutung zu fördern und Sekret zu mobilisieren.15 Die Techniken umfassen sowohl manuelle Methoden und Haltungsdrainagen, die durch den Therapeuten ausgeführt werden, als auch Techniken, die dem Patienten angelernt werden, sodass diese selbstständig durchgeführt werden können. Hierzu zählen beispielsweise:
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Autogene Drainage: Durch Tiefatemübungen, kombiniert mit bestimmten Lagerungen und Bewegungen des Brustkorbs, wird Luft hinter das Sekret in den kleinen und mittleren Atemwegen gebracht.
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Huffing: Eine Husttechnik, die hilft, effektiver zu husten, ohne sich stark zu ermüden.
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Erlernen eines Atemzirkels: Strukturierte Atemübungen, um die Belüftung der Lunge zu verbessern.
Darüber hinaus gibt es verschiedene PEP-Geräte (Positive Expiratory Pressure), bei denen meist gegen einen Widerstand ausgeatmet wird. Dies erzeugt Vibrationen, die den Bronchialschleim lösen. Laut einer aktuellen Studie kann regelmäßiges Training mit diesen Geräten (5–7 Mal pro Woche, 5–20 Minuten pro Einheit) die Atemausdauer um 86 %, die Lebensqualität um 21 % und die Einatemmuskulatur um 55 % verbessern.29
QUELLENANGABE
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